Musikverein "Eintracht" 1928 Wagenschwend e.V.
Musikverein "Eintracht" 1928 Wagenschwend e.V.

„Eintracht“ spannte einen weiten Bogen

Das Osterkonzert des Musikvereins Wagenschwend war auch in seiner 37. Auflage wieder ein voller Erfolg – Gerhard Schäfer geehrt

 

Wagenschwend. (kö)  In Wagenschwend gehört es einfach zum Osterfest – das festliche Osterkonzert des Musikverein „Eintracht“. Klar, dass bei der 37. Auflage des Konzertabends der Saal im Dorfgemeinschaftshaus voll besetzt war und der 2. Vorsitzende Klemens Brauch, der jeden Besucher persönlich empfing, schon genau schauen musste, um die Gäste unterzubringen. Am Ende aber hatten alle ihre Plätze gefunden, und so konnte Dirigent Gerhard Schäfer auch „pünktlich wie die sprichwörtlichen Maurer“ den Taktstock heben.

 

Schon das erste Stück hatte es in sich, denn das Ausbildungsorchester, verstärkt durch einige „Stammspieler“, präsentierte die Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel. Feurig ging es dann auch nach der Brauch’schen Begrüßung der Gäste, unter ihnen Limbachs Bürgermeister Bruno Stipp, weiter: Die Nachwuchsmusiker spielten die Impression „Leuchtfeuer“. Auch die anschließende Farandole, ein speziell für Jugendkapellen geschriebenes Stück, wusste zu gefallen. „Eine Klasseleistung der Nachwuchsmusiker von Birgit Möllmann“, testierte auch Manfred Schäfer, der als Conferencier zu jedem Musikstück wissenswerte Fakten parat hatte.

 

So wie zum „Hit aus der Klassik“, Beethovens „Ode an die Freude“, mit der das über 40 Instrumente starke Blasorchester dann sein Osterprogramm eröffnete. Ein fulminanter Auftakt! Mit den „Deutschlandbildern“ und dem „Klang der Alpen“ von Kurt Gäble wagten sich die Wagenschwender schon an musikalische Schwergewichte. Mit Erfolg, wie auch im zufriedenen Gesicht von Dirigent Gerhard Schäfer abzulesen war.

 

Gerhard Schäfer stand dann auch bei den Ehrungen im Mittelpunkt. Vorsitzender Josef Link dankte ihm für sage und schreibe 35-jährige Dirigententätigkeit in seinem Heimatort. Er sei ein Glücksfall für das Ensemble, denn er verstehe es, bei guter Kameradschaft die Blasmusik im Dorf weiter zu entwickeln, so Link. Gerhard Schäfer ist auch seit vielen Jahren in der Verbandarbeit tätig, was aber seiner Arbeit im Ort keinen Abbruch tut. Der Applaus der Zuhörer zeigte, wie sehr die Arbeit Schäfers anerkannt wird.

 

Viel Wert legt der Geehrte auch auf die Nachwuchsarbeit, und so freute er sich, dass der Vorsitzende an Anna Schäfer (Querflöte), Laura Schork und Julia Ried (beide Klarinette) die bronzene Vereinsnadel für zehnjährige Mitgliedschaft verleihen durfte. Der Konzert-Höhepunkt des Jahres sei die richtige Bühne für Auszeichnungen an Jugendliche, so Link, und deshalb gab es Urkunden für Marie Ebert (Klarinette) und Hannah Fichtner (Trompete), die das silberne Jungmusiker-Leistungsabzeichen mit Bravour bestanden. Erfolgreich waren zudem Timon Brauch, der als Trompeter das Ganze in der bronzenen Version schaffte, sowie Elena Neff (Altsaxofon) und Aimee Schmitt (Schlagzeug), die das Juniorabzeichenablegten. Ein Präsent für fleißigen Probenbesuch nahmen Susanne Brauch und Maren Schmitt in Empfang.

Auch Ehrungen standen auf dem Programm des Wagenschwender Osterkonzerts: Gerhard Schäfer (Bildmitte, mit Frau Marliese) wurde für 35-jährige Dirigententätigkeit ausgezeichnet, Jungmusiker erhielten Ehrennadeln für langjährige Mitgliedschaft und nahmen Leistungsabzeichen entgegen.
Foto: Uwe Köbler

Nach den verdienten Auszeichnungen stand dann wieder die Musik im Vordergrund der „musikalischen Erdkundestunde“, wie Manfred Schäfer zum zweiten Teil überleitete. Zunächst spielte das Orchester die schwungvolle „Slavische Rhapsodie“, um über die Landschaftsbilder des Werks „Manzara“ auf das schottisch-irische Stück „Celtic Ritual“ überzuleiten. Viele Taktarten zeigten da die Freude an der Musik ebenso wie der anschließende Welthit „Sofia“ von Álvaro Soler. Das Stück bezieht sich nicht auf die Stadt, sondern auf ein Mädchen mit diesem Namen. Auch das wusste Manfred Schäferzu erklären.

 

„Chopins Traum“ erklang dann, bevor bei „Lenas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ neben den Instrumenten auch eine Gesangsstimme zu hören war. Vivian Heck übernahm erfolgreich diesen Part. Vor dem letzten Stück „Nessaja“ dankte der 3. Vorsitzende Johannes Preidl der Saaldekorateurin Jasmin Schmitt, allen Musikern für die fleißigen Proben und Manfred Schäfer für die tollen Überleitungen. Nessaja aus Peter Maffays Zyklus „Tabaluga“ wurde im Übrigen von Kurt Gäble, einem der gefragtesten aktuellen Komponisten, arrangiert.

 

Mit den beiden lautstark geforderten Zugaben gingen die „Gäble-Festspiele“, wie Gerhard Schäfer zwischendurch das Osterkonzert betitelte, zu Ende. Die Polka „Wir Musikanten“ und der Marsch „Salemonia“ schlossen einen hörenswerten Abend, der den Bogen von der Klassik bis zur Moderne umspannte und so der Tradition der Osterkonzerte vollauf gerecht wurde, passend ab.

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Termine

05.04.18 14.00 Uhr, Trauerfeier,
Friedhof Wagenschwend  

13.04.18 20.15 Uhr
Musikprobe in der Kirche

15.04.18 Weißer Sonntag, Wagenschwend, Kirchenmusik

04.05.18 Mitgliederversammlung

 

Terminplan

 

Veranstaltungen

Festliches Osterkonzert
Neuer Termin wegen Trauerfall!
22.04.18 20.00 Uhr
 

Vorankündigung

Jubiläumsfest 

08.-10.06.2018 
90 Jahre MV "Eintracht"

 

Orchesterproben

Freitags 20.15 Uhr

Proberaum im DGH

Dorfgemeinschaftshaus

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