Musikverein "Eintracht" 1928 Wagenschwend e.V.
Musikverein "Eintracht" 1928 Wagenschwend e.V.

Vielseitigkeit der Blasmusik klangvoll demonstriert

Konzert des Musikvereins „Eintracht“ Wagenschwend zum Auftakt des Jubiläumsjahrs – Publikum im Dorfgemeinschaftshaus begeistert


Wagenschwend. (md) In die Vielseitigkeit der Blasmusik entführte der Musikverein „Eintracht“ Wagenschwend ein begeistertes Publikum im Dorfgemeinschaftshaus. Eigentlich hätte das Konzert bereits am Ostersonntag stattfinden sollen, wurde jedoch wegen des Todes von Musikkamerad Rudi Berger verschoben. Über zwei Stunden lang boten die Musiker mit Dirigent Gerhard Schäfer einen bunten Strauß an Melodien.

 

Zweiter Vorsitzender Klemens Brauch hieß im voll besetzten Saal die Gäste willkommen, darunter Bürgermeister Thorsten Weber und Amtsvorgänger Bruno Stipp sowie Vertreter des Blasmusikverbandes Tauber-Odenwald-Bauland. Nach dem Präludium des Te Deum von Marc-Antoine Charpentier, besser bekannt als Eurovisionshymne, führte Manfred Schäfer fachkundig und humorvoll durchs kurzweilige Programm.

 

Es folgte „La Storia“ von Jacob de Haan, einem der derzeit populärsten Blasmusikkomponisten. „Ein Werk für kreative Musiker und Zuhörer“, kommentierte Manfred Schäfer. Von Holland ging’s dann über den großen Teich nach Amerika, wo mit der „Blues Ridge Saga“ von James Swearingen die Schönheit des Blue Ridge-Gebirges musikalisch dargestellt wurde. Man blieb in der Natur: „The Highlands“ hieß anschließend die Hommage an das schottische Hochland. Komponiert hat das Stück Kees Vlak (1938-2014). Zwar waren im Orchester keine echten Dudelsäcke vertreten. Die Klänge
wurden aber in dem dreiteiligen Werk von anderen Instrumenten täuschend ähnlich nachgeahmt.

 

Eine ganz große Bandbreite von Gefühlen war bei „Concerto d’ Amore“ von Jacob de Haan zu spüren. Alfred Bösendorfers „Il Postiglione d’ Amore“ ist ebenso der Liebe gewidmet. Stutzig machten so manchen Zuhörer die Geburts- und Sterbedaten von Bösendorfer, die mit denen von Kees Vlak identisch sind. Manfred Schäfer löste das Rätsel: Es handelt sich um ein und denselben Komponisten, der für verschiedene Werke eben verschiedene Namen nutzte.

Bestens aufgelegt zum Jubiläumsauftakt präsentierte sich der Musikverein Wagenschwend mit Dirigent Gerhard Schäfer beim Konzert im Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Marcus Deschner

Mit dem „Wilhelm Tell Marsch“ von Gioachino Rossini ging’s schwungvoll in den zweiten Teil des Abends. Zum Gedenken an Musikkamerad Rudi Berger wurde die böhmische Polka „Gablonzer Perlen“ gespielt. Dass Blasmusik auch Pop kann, zeigte sich bei Michael Jacksons „Heal the world“. Gefühlvoll und rockig wurde es dann mit „Evermore“. Die romantische Ballade hat viele Wurzeln und kommt u. a. in „Die Schöne und das Biest“ vor. Mit „Pump it up“ von Jacob de Haan unternahm man einen Ausflug ins Fahrradland Holland. Dabei glänzte Nachwuchsdirigent Lukas Bachert.

 

Musikalisch ins Allgäu ging’s mit der von Kurt Gäble eigens für die Betriebskapelle einer Käserei komponierten „Heublumen-Polka“. Einen Glanzpunkt setzte dann die Hymne der Bundeshauptstadt. Bei der „Berliner Luft“ pfiff eine Musikerin den Refrain, das Publikum machte begeistert mit.

 

„Die tolle Truppe“ lobte anschließend Bürgermeister Thorsten Weber. Dritter Vorsitzender Johannes Preidl dankte den Musikern mit Dirigent Gerhard Schäfer und Conferencier Manfred Schäfer, die viel Zeit in das Projekt investiert hätten. Ebenso galt Jasmin Schmitt Dank für die kunstvolle Saaldekoration. Das Konzert bilde den Auftakt zum Jubiläum „90 Jahre Musikverein Wagenschwend“, das Anfang Juni mit einem großen Musikfest, im Oktober mit einem Festgottesdienst sowie im Dezember mit einem Adventskonzert gefeiert werde, informierte Preidl.

 

Das Publikum spendete den Musikern lang anhaltenden Beifall. Die revanchierten sich mit der Polka „Wir Musikanten“ von Kurt Gäble sowie Jacob de Haans neuestem Marsch „Viterbo“ als Zugaben.

(Quelle: RNZ 27.04.18)

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