Musikverein "Eintracht" 1928 Wagenschwend e.V.
Musikverein "Eintracht" 1928 Wagenschwend e.V.

Mit Musik hohe Werte vermittelt

Musikverein „Eintracht 1928“ Wagenschwend feierte sein 90-jähriges Bestehen – Verdiente Mitglieder bei gelungenem Festabend geehrt


Wagenschwend. (bx) Spritzig und frisch schallte „Salemonia“ durch das Dorfgemeinschaftshaus in Wagenschwend, als der Musikverein „Eintracht“ unter Leitung von Gerhard Schäfer am Samstagabend den Festakt zum 90-jährigen Bestehen eröffnete. Als einer der Vorsitzenden aus dem  Führungstrio Johannes Preidl, Günther Schork und Klemens Brauch begrüßte Brauch die Vertreter der Politik, Vereine, von Verbänden und Kirchen und warf einen Blick auf die Veranstaltungen im anstehenden Festjahr.

 

Er betonte die Wichtigkeit, welche die Musik im Dorfleben einnimmt. Denn mit 50 Aktiven vertrete der Verein zehn Prozent der Gesamtbevölkerung, und fast die Hälfte der Bewohner sei dem Verein als Mitglied verbunden. Auch die hervorragende Jugendarbeit und die Zusammenarbeit mit den Musikschulen in Mosbach und Waldkatzenbach dokumentiere sich in der großen Zahl von jungen Musikern, die in der Kapelle integriert seien.

 

Den Schluss seiner Begrüßung bildete „Concerto D’Amore“, bei dem sich die vorher getroffene Aussage eindrucksvoll bestätigte, dass junge Musiker erfrischende Musik liefern können. So folgte auf einen getragenen Beginn, in den Tuba, Posaunen, Trompeten in einen treibenden Rhythmus einfielen und Saxofon, Klarinetten, Querflöten und Schlagzeug die Melodie untermalten, eine von Tempowechseln geprägte und mit viel Enthusiasmus vorgetragene Melodie.

 

Gerhard Schäfer referierte über die Gründerjahre, als die drei Waldarbeiter Pius Schäfer, Robert Link und Josef Stephan den Verein „zur Förderung von Kunst und Kultur“ aus der Taufe hoben. Ein erstes Problem trat auf, als mühevoll gesammelte 1600 Reichsmark vom Dirigenten veruntreut wurden und so die Instrumentenanschaffung auf dem Spiel stand. Hier sprangen jüdische Mitbürger selbstlos ein, was vielleicht auch mit ein Grund gewesen war, weshalb sich die Musiker in der NS-Zeit politischer Mitwirkung enthielten.

 

Schäfer schilderte den weiteren Aufbau des Vereins, der sich schon früh durch Jugendarbeit auszeichnete und auch Frauen ins musikalische Geschehen integrierte. In seinem Überblick hielt er die Ereignisse bis in die heutige Zeit fest. Mit dem zukunftsweisenden Spruch: „Musik hören, genießen oder selber machen ist ein Grundrecht des Menschen“, wünschte er, dass der Verein auch in Zukunft Unterstützung und Wertschätzung in der Bevölkerung genießen möge.

 

Mit den Liedbeiträgen „Ihr von morgen“ und „Auf das Leben“ leitete der Gesangverein „Liederkranz“ Balsbach mit seinem Dirigenten Manfred Schäfer zu den Ehrungen über. Hierbei konnte der Vizepräsident des Blasmusikverbandes Tauber-Odenwald-Bauland, Kurt Brand, die silberne Verdienstnadel an Carmen Preidl überreichen, die seit über 25 Jahren
die Geschicke des Vereins in mehreren Funktionen mit geprägt hat. Otto Gramlich, der seit über 50 Jahren dem Verein angehört, konnte für seine langjährige Musikertätigkeit die große goldenen Ehrennadel empfangen, und Josef Link, dem in den vergangenen Jahren bereits alle Verbandsehrungen zuteil wurden, wurde mit einer Sonderehrennadel in Gold mit Diamanten ausgezeichnet.

 

Günther Schork ging von Vereinsseite auf die großen Verdienste der Geehrten ein, berichtete über ihr vorbildliches Wirken und ehrte sie mit Präsenten und Urkunden. Daneben war es Samuel Jautz und Luis Heck gelungen, die Voraussetzungen für die Verleihung des Juniorabzeichens zu erfüllen, das sie stolz entgegen nahmen.


Anlässlich des Festabends zum 90-jährigen Bestehen des Musikvereins „Eintracht 1928“ Wagenschwend wurden verdiente Mitglieder im Dorfgemeinschaftshaus für ihre engagierte Arbeit ausgezeichnet.

Foto: Bernd Kühnle

 

Der katholische Kirchenchor rundete mit seinem Dirigenten Werner Scheuermann unter der Klavierbegleitung von Benjamin Scheuermann die Ehrungen mit „Freude, schöner Götterfunken“ und „Lebenistmehr“ab, 
ehe Bürgermeister Thorsten Weber seine Festansprache hielt. Hierbei ging er auf die hohen Werte ein, die durch die Musik vermittelt würden und stufte Musikliebhaber als Menschen besonderer Güte ein. Das Gründungsjahr des
Vereins verband er mit der Geburt von Paul Kuhn und Chris Howland, verknüpfte ebenso ein brillantes Weinjahr mit 1928 und schilderte die schnelle, positive Entwicklung, welche der Verein nahm. Dabei unterstrich er die Bedeutung der Musiker für die Jugend und wünschte ihnen für ihr weiteres Vereinsleben engagierte Mitglieder, welche die gute Tradition fortsetzen.

 

Auch Pfarrer Ulrich Stoffers schloss sich den guten Wünschen an, ehe ein abschließendes Dankeswort von J. Preidl und das Musikstück „Viterbo“ den offiziellen Teil des gelungenen Festabends beendeten.Am Sonntag fand das Fest, das bereits am Freitag mit der „Night of Music“ eröffnet worden war, mit einem Frühschoppen und Darbietungen befreundeter Musik- und Gesangvereine seine Fortsetzung.
(Quelle: RNZ 13.06.18)

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Veranstaltungen

Jubiläumsfest 

08.-10.06.2018 
90 Jahre MV "Eintracht"

 

07.07.2018 18.00 Uhr

Serenade in Limbach

(gemeinsames Konzert)

Orchesterproben

Freitags 20.15 Uhr

Proberaum im DGH

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