Musikverein "Eintracht" 1928 Wagenschwend e.V.
Musikverein "Eintracht" 1928 Wagenschwend e.V.

Das Wir der Blasmusik in Wagenschwend

Beim Osterkonzert des Musikvereins „Eintracht“ zeigte sich,
wie frisch und aktiv das Blasmusikleben in Wagenschwend ist

 

Von Ursula Brinkmann


Wagenschwend. Auf die 100 geht der Musikverein „Eintracht Wagenschwend“ zu, doch wer beim Osterkonzert dabei war, erlebte ein Blasmusikorchester, dem es an Frische ebenso wenig mangelt wie an frischem Nachwuchs. Zudem ist er meist weiblich. Was sich beim (eher traditionellen) Akt der öffentlich vollzogenen Ehrungen beispielhaft zeigte. Vier Frauen – Manuela Heck und Jasmin Schmitt, Elena Neff und Maren Schmitt – erhielten für ihr teils langjähriges aktives Musizieren Dank, 
Anerkennung, Geschenk und Urkunden. Letztere vom Blasmusikverband Tauber-Odenwald-Bauland zu überreichen, war eigens der Vizepräsident des Verbandes, Kurt Brandt, ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen.

 

Der Musikverein ehrte beim Osterkonzert vier Frauen: Jasmin Schmitt, Manuela Heck, Elena Neff und Maren Schmitt (vorn, v.r.).

Foto: Ursula Brinkmann

Die vier Geehrten sind Teil des 50-köpfigen Orchesters. Das allein ist schon allen Respekt wert, zählt umgerechnet zum Ensemble so doch jeder zehnte Wagenschwender. Dass der Verein „besonderen Wert auf die Jugendausbildung legt“, zeigte sich beim Osterkonzert aber auch daran, dass der seit vier Jahrzehnten leitende Gerhard Schäfer den Stab auch in jüngere Hände legte. Lucas Bachert, normalerweise am Tenorhorn in den hinteren Reihen aktiv, übernahm den Dirigentenstab passenderweise für ein Musikstück, bei dem es auch um eine Thronnachfolge geht: das Musical „Der König der Löwen“.

 

Das Programm des festlichen Konzerts im österlich geschmückten Dorfgemeinschaftshaus bot eine Mischung aus Klassik, (Blasmusik-) Tradition und poppiger Moderne. Eröffnet wurde es mit

Trompetenfanfaren und Paukenschlägen aus Richard Strauss’ sinfonischer Dichtung „Also sprach Zarathustra“. Dem darin mit erhabenen Klängen beschriebenen Sonnenaufgang entsprach die Wagenschwender Tageszeit zwar nicht, doch schickte die Sonne nicht minder eindrucksvoll ihre letzten Strahlen durch die Fenster in den Saal. Am Ende des Konzerts, nach zweieinhalb Stunden, funkelten die Sterne am Firmament, was eine musikalische Entsprechung im letzten Stück des Programms fand: Kurt Gäbles „Sternstunden“.

 

Jener Gäble, Musiker, Komponist und Dirigent, hat sich als „Lieblingskomponist des Musikvereins herauskristallisiert“, wie Manfred Schäfer verriet. Organist und Chorleiter Schäfer, in Sachen Musik in der Region aktiv wie kaum ein anderer, führte – wie schon seit mehr als 30 Jahren – mit Wissenswertem, Humorvollem und Unterhaltsamem zu den Musikstücken durch den Abend. Jenen Gäble habe man auch schon für Workshops mit dem Musikverein in den Odenwald holen können. Was auch für einen anderen zeitgenössischen Komponisten gilt: Jacob de Haan, von dem ebenfalls mehrere Kompositionen erklangen. Wie Gäble hat sich auch der Niederländer besonders der Blasmusik verschrieben.

Ein festliches Konzert erlebten die Gäste beim Osterkonzert des Musikvereins „Eintracht“. Wohl dem (Musikverein), der aus einer Fülle von
aktiven und neuen Bläserinnen und Bläsern (und Schlagzeugern) schöpfen kann.

Foto: Ursula Brinkmann

Manches war für dieses Osterkonzert neu eingeübt, manches „wiedergeübt“ worden, manches war für ein Bläserensemble bearbeitet worden wie ein Thema aus Franz Schuberts „Unvollendeter“, manches aus der Popmusik „entliehen“ wie Deep Purples „Smoke on the Water“, vieles für Blasmusikorchester geschrieben: Polkas, Walzer, Märsche. Klemens Brauch, Vorstand und Tubist, schätzt sich und den Musikverein glücklich, in so üppiger Besetzung auftreten zu können. Sein Vorstandskollege Günther Schork (Trompete) hatte die Begrüßung übernommen, während Johannes Preidl seine nicht konzertante Aufgabe – im Orchester bläst er die Tuba – am Schluss versah, allen Mitwirkenden dankte und darauf verwies, was diesen umtriebigen Verein in nächster Zukunft umtreibt. Im Namen der Gesamtgemeinde Limbach sprach Bürgermeister Thorsten Weber ein „dickes Kompliment“ aus.

 

Sein Publikum genau kennend ließ sich Dirigent Gerhard Schäfer nach den „Sternstunden“ nicht lange bitten und zauberte zwei Zugaben aus der rot-grünen Uniform. Von wem sie stammten? Gäble und de Haan haben in Wagenschwend einen festen Platz. Die Polka „Wir Musikanten“ von Kurt Gäble könnte auch über dem Musikverein stehen – mit der Betonung auf „Wir“.
(Quelle: RNZ 25.04.2019)

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