Musikverein "Eintracht" 1928 Wagenschwend e.V.
Musikverein "Eintracht" 1928 Wagenschwend e.V.

01.08.2020 Polka, Marsch und eine goldene Abendsonne

Musikverein „Eintracht 1928 Wagenschwend“ gab ein Freiluft-Sommerkonzert zwischen Weide, Wiese und Dorfgemeinschaftshaus

 

Von Peter Lahr
Wagenschwend. Nachdem das traditionelle Osterkonzert wegen der Coronakrise abgesagt werden musste, beschritt der Musikverein „Eintracht 1928 Wagenschwend“ neue Wege und lud am Samstagabend zu einem „Sommer- oder Hofkonzert“ auf den Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus ein.

 

Mit einem Hygienekonzept gut gewappnet und mit reichlich Abstand spielten die Musiker zwischen Wiese und Weide und konnten neben einigen vierbeinigen Zuhörern rund 70 menschliche Gäste begrüßen. Das knapp einstündige Konzert bot ein abwechslungsreiches Programm und zeigte, dass zu den Favoriten des Ensembles eindeutig Märsche und Polkas zählen. Diese zelebrierte das überraschend junge Blasorchester mit viel Sinn für Harmonie und Dynamik.

 

„Hoffnung und Kraft brauchen wir gerade jetzt“, begrüßte Klemens Brauch vom dreiköpfigen Vorstandsteam das Publikum. Deshalb habe man das Sommer-Konzert unter das Motto „Musik für Deutschland“ gestellt. Den musikalischen Auftakt bildete „Salemonia“, ein Konzertmarsch des bayerischen Komponisten Kurt Gäble. Dem kraftvollen Intro mit Fanfaren folgt ein Motiv, das an den Marsch „Saint Triphon“ gemahnt.

Mit einem Sommerkonzert auf dem Hof vor dem Dorfgemeinschaftshaus erfreute der Musikverein „Eintracht 1928 Wagenschwend“ am Samstagabend zahlreiche Zuhörer. Foto: Peter Lahr

Hernach wird es recht Böhmisch. Überhaupt gestaltete sich das Eröffnungsstück so abwechslungsreich wie die Hügellandschaft des Salemerlandes, für dessen Schlossseefest es ursprünglich komponiert wurde. Doch auch im goldenen Licht der Abendsonne unweit des Katzentbuckels faszinierte das Stück mit hohem Mitwippfaktor. Der Komponist habe bei den Wagenschwender Musikern schon manchen Workshop geleitet und „Salemonia“ habe ihnen auf Anhieb gut gefallen, erläuterte Gerhard Schäfer.

 

„Manzara“ lautet das türkische Wort für „Landschaft“. Der niederländische Komponist Jacob de Haan erkor es zum Titel einer Komposition, die inhaltlich eine Bruchlandschaft in Rheinland-Pfalz beschreibt. Wie der Torfabbau für Wildnis sorgte, wählte de Haan Fugen und Rhythmik, um eine wechselvolle Geschichte zu erzählen. Zwischen den Bläsern und der Percussion entspann sich ein munterer Dialog. Aber auch leise Töne hatten hier ihren Raum.

 

Mit „Polkafreude“ des österreichischen Komponisten Peter Leitner, dessen Formation mit dem Namen „Die Fegerländer“ schnell zeigt, wohin die Reise geht, präsentierte der Musikverein die erste, aber nicht die letzte Polka des Abends. Als Zugabe erklang später der „Böhmische Traum“ von Norbert Gälle, worüber sich nicht nur die Vertreter des Sportvereins freuten.  Dazwischen erklang Kurt Gäbles „Wir Musikanten“, eine unterhaltsame Polka, abwechslungsreich, schwungvoll und mit allerlei schönen Details verziert.

 

Von der Polka zur Pop-Musik ging es mit „Nessaja“, dem Titelsong aus Peter Maffays und Rolf Zuckowskis Konzeptalbum „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“. Der Ohrwurm gefiel nicht nur den jüngeren Zuhörern. Mit „Anthony’s New World“ bot das Ensemble ein knackiges Stück Klassik-Rock. Denn das Medley mit Motiven aus Antonín Dvoráks 9. Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ verband solide Technik mit humorvollen Extras. Da passte es perfekt, dass Michael Jacksons „Heal The World” folgte. Auch hier verstanden es die Musiker, mit hauchzartem Ansatz zu betören, 
vergaßen darüber aber nie den Beat und konnten bei Bedarf die Drehzahl unschwer nach oben steigern.

 

Hatte das Konzert mit einem Marsch begonnen, so endete es auch mit diesem zeitlosen Blasmusik-Genre. Kurt Gäbles „Sternstunden oder Hochzeitsmarsch“ weckte beim Publikum Zugabe-Wünsche. Den obligaten Schlusspunkt bildete das „Badnerlied“, offiziell gelistet unter dem Titel „Hoch Badnerland Marsch“ – sicherlich die bekannteste Komposition von Emil Dörle.

(Quelle: RNZ 04.08.20)

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