Musikverein "Eintracht" 1928 Wagenschwend e.V.
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19.12.2021 Das Virus ist variabel – der Musikverein auch

Musikverein Eintracht Wagenschwend: Gerhard Schäfer am digitalen Dirigentenpult beim vierten Haustürkonzert


Wagenschwend. (ub) Kühle ein Grad Celsius herrschen am Winterhauch, doch in dieser Höhe ist es am vierten Adventssonntag nicht ganz so diesig-grau wie im Neckar- oder Elztal. In der Wagenschwender Hauptstraße werden Christbäume auf Anhänger verladen. Vor zwei Hauseingängen haben sich vier- und fünfköpfige Bläserformationen aufgebaut. Um vier Uhr hebt Gerhard Schäfer innerlich den Taktstock, tatsächlich nimmt er – mit Hilfe seiner Enkelin Lara Brauch – letzte Einstellungen vor, um per Zoom-Schaltung die aktiven Mitglieder des Musikvereins Eintracht Wagenschwend einzutakten: „Das ist unser Tempo.“ Dann greift er zur Trompete. Zum vierten Mal – je zweimal zu Ostern und Advent – machen die Musikerinnen und Musiker aus dem, was die Corona-Pandemie zunichte macht, das Beste: ein Konzertchen, wo eigentlich und der Tradition nach ein „richtiges“ Konzert im Saal hätte stattfinden sollen.

 

„Haustür-Konzert“ nennt man das beim Verein. Es dürfen aber auch der Balkon oder das geöffnete Fenster sein, auf/an dem an diesem letzten Adventssonntag gute zwei Dutzend Bläserinnen und Bläser stehen. Digital angeleitet werden sie von Dirigent Gerhard Schäfer, der anhebt zum Adagio der Dvorák-Symphonie „Aus der Neuen Welt“ sowie drei Weihnachtsliedern. Schäfer hat dafür zwei- und dreistimmige Bläsersätze geschrieben. Vor der eigenen Haustür spielen drei Schäfer-Generationen: Tochter Susanne (Klarinette) und Ehemann Klemens Brauch (Tuba), Enkelin Lara Brauch und Sohn Florian Schäfer (beide Waldhorn). Ehefrau Marliese filmt das Ganze, damit der musikalische Adventsgruß auf der Homepage später die erreichen kann, die den Live-Auftritt nicht verfolgen (können).

 

Doch das sind erstaunlich viele. „Am Limespfad haben sich um die 30 Zuhörer versammelt“, meldet Klemens Brauch nach dem Ausklingen der Musik. Unter den Gästen in der Hauptstraße waren solche aus Fahrenbach, Neunkirchen, Großeicholzheim und Balsbach – alle zur Extra-Darbietung angereist. Manche singen mit. „Das ist eine tolle Idee“, meint ein Zuhörer aus Neunkirchen, der davon in der RNZ gelesen hatte. Unweit vom Dirigentenpult in der Hauptstraße zeigt Familie Berger mit roten Zipfelmützen auch optisch an, was die vorweihnachtliche Glocke geschlagen hat. Unter den Musikern der „Eintracht“ sind ebenfalls einige, die den Weg nach Wagenschwend eigens angetreten hatten, mit Florian Schäfer gar einer, der aus Darmstadt in den Odenwald gekommen ist. Der Familie und einstigen Vereinsmitgliedschaft sei Dank …

Mitglieder der Familie Schäfer intonieren das Adagio aus Dvoráks „Neuer Welt“. Doch das Haustürkonzert des Musikvereins Eintracht Wagenschwend bleibt nicht in der Familie, sondern tönt durchs ganze Dorf.

Foto: U. Brinkmann

Das Schäfer’sche Engagement macht jedoch nicht Schluss mit den letzten Tönen von „Fröhliche Weihnacht überall“. Enkel Timon steuert nach der Haustürmusik den lichtergeschmückten Bulldog von Haustür zu Haustür, um allen aktiven Vereinsmitgliedern ein Weihnachtsgeschenk zu bringen. „Es ist ein Gaststätten-Gutschein für den ‚Engel‘ in Balsbach“, verrät Vater Klemens, einer der drei Vereinsvorsitzenden. Ohne Corona hätte dort das Vereins-Essen stattgefunden. Ohne Corona hätte auch das Adventskonzert in voller Länge stattgefunden. Es ist eben Anpassungsfähigkeit gefragt; da unterscheiden sich Virus und Verein nicht …

(Quelle: RNZ 21.12.2021)

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